"Beflügelt hat mich der Glaube"

Verleihung des Marie-von-Marschall-Preises der Stiftung GRATIA an drei Ehrenamtliche

Quelle: Evangelische Frauen in Baden
T. Schächtele, D. Koelbing, M. Brunzlow, E. Wenz, A. Brauch

Karlsruhe, (23.11.2012). Margarete Brunzlow aus Marxzell, Dora Koelbing aus Müllheim und Elsbeth Wenz aus Pfinztal-Söllingen sind mit dem Marie-von-Marschall-Preis der Stiftung GRATIA ausgezeichnet worden. „Durch die Preisverleihung wollen wir das langjährige, verlässliche und treue Engagement dieser beeindruckenden Frauen würdigen und stellvertretend auch das vieler anderer Frauen, die ihre Zeit und Kraft, ihre Begeisterung und Herzenswärme für diese Arbeit einbringen“, lautet die Begründung des Stiftungsvorstandes.

Annegret Brauch, Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, überreichte am Freitag im Lichthof des EOK in festlichem Rahmen den Marie-von-Marschall-Preis der Stiftung GRATIA. Die drei Preisträgerinnen engagieren sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen Evangelischer Frauenarbeit in Baden. Margarete Brunzlow war u. a. Vorsitzende beim Landfrauenverein Marxzell-Pfaffenrot, 25 Jahre lang Prädikantin, Synodale im Bezirkskirchenrat, Kirchengemeinderätin, arbeitete in der Bezirksfrauenarbeit mit – und das ist nur ein Ausschnitt der Aufgaben, die sie übernommen hat. „Beflügelt hat mich der Glaube, die Menschen, die ich erreicht habe und meine eigene Bereicherung durch die Begegnung mit anderen“, sagt sie über ihre Arbeit. „Jetzt erst recht“ ist das Lebensmotto von Dora Koelbing, die in den 60er Jahren gegen Widerstände Bezirksfrauenarbeit aufbaute, in der Friedensbewegung aktiv war, bis heute durch die Organisation von Flohmärkten Spenden für ein rumänisches Kinderheim und für Aidswaisen in Kamerum sammelt – kurzum: sich seit Jahrzehnten überall dort engagiert, wo kirchliches, politisches und soziales Handeln gefordert ist. Seit über 50 Jahren wird der Frauen- und Mütterkreis in Pfinztal-Söllingen von Elsbeth Wenz geleitet: „Ideen gehen bei mir nicht aus. Vielleicht hat das Gott hineingelegt …“, sagt die 83-jährige. So ist das Gemeindeleben, sind der Bazar, die Theatergruppe, der Weltgebetstag, der Frauensonntag und die Muttertagsfeier in Pfinztal-Söllingen ohne Elsbeth Wenz nicht denkbar.

„Marie von Marschall hätte ihre Freude an Ihnen gehabt, da bin ich mir sicher!“, sagte Prälat Dr. Traugott Schächtele in seiner Laudatio. „Wenn ich mir die lange Auflistung der Bereiche anschaue, in denen Sie Zeit, Nerven, Geduld und Gottvertrauen an den Tag – und sicher mehr als einmal auch in die Nacht – gelegt haben, dann kann ich nur staunen über das, was sie geleistet haben und bis heute immer noch leisten.“ Und der Prälat fand auch zum Abschluss der feierlichen Veranstaltung schöne Worte: „Der Gottesglaube rückt das Ehren-Amt noch einmal in eine andere, weitere Perspektive. Nicht die eigene Ehre, sondern die Ehre Gottes steht dann im Zentrum. Und das Amt erweist sich als eines, mit dem wir Anteil haben an dem großen Amt, das Gott uns zumutet und zutraut, nämlich den Anbruch seiner neuen Welt anzusagen und mitzuwirken an der großen Aufgabe, sie zu verwandeln.“

(Birgit Weber, Evangelische Frauen in Baden)

 
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Quelle: Evangelische Frauen in Baden

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