Förderrichtlinien

1. Vorbemerkung:

GRATIA will Frauen ermutigen und ermächtigen, bei der Gestaltung von Kirche und Gesellschaft entscheidend mitzuwirken. GRATIA bekennt sich zu einer Haltung gegenseitiger Sorge und Fürsorge, die die gesamte Schöpfung mit einschließt. GRATIA fördert deshalb zukunftsweisende und innovative Projekte und Initiativen von Frauen, insbesondere solche, die das respektvolle Miteinander der Menschen fördern, unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder kulturellem Hintergrund. GRATIA fördert vorrangig Projekte und Programme, die zur Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen beitragen. Als Stiftung der Evangelischen Frauenarbeit in Baden fördert GRATIA ausschließlich Projekte und Initiativen von Frauen im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden und der ihr verbundenen Partnerkirchen weltweit.

2. Verteilungung der Fördermittel:

GRATIA stellt jährlich 10.000 EUR aus dem Stiftungskapital und seinen Erträgen als Fördersumme zur Verfügung, sowie Spendengelder, die GRATIA für Projekte erhält. Die Förderung laufender Personal-, Sach- und Mietkosten ist nur in Ausnahmefällen möglich.

3. Antragsweg und Antragsfristen:

a) Allgemein:
Initiativen und Organisationen, die eine Förderung für ihr Vorhaben wünschen, senden uns bitte einen formlosen Brief auf einer DIN A 4 Seite. Bitte keine E-Mail und kein Fax! Dieser Brief erläutert das Projektvorhaben. Bitte führen Sie darin außerdem folgende Angaben auf:
  • Name der Initiative / Organisation
  • Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Web-Site
  • Kontaktperson
  • Titel des Vorhabens
  • Benötigte Summe
  • Projektzeitraum und –beginn
  • Als gemeinnützig anerkannt
  • Datum der Antragstellung.

Nachdem wir Ihr Schreiben geprüft haben, entscheiden wir, ob wir Sie auffordern, einen Förderantrag an uns zu stellen. Diese Vorgehensweise soll uns und Ihnen unnötige Arbeit ersparen.

Der Vorstand von GRATIA – Stiftung der Evangelischen Frauenarbeit in Baden beschließt auf Vorschlag der Stiftungsversammlung einmal im Jahr Förderungen. Anfragen, die bis zum 1. September eingehen, sollten den Projektbeginn frühestens im Januar des darauf folgenden Jahres haben, da erst im Dezember für den Antrag entschieden wird.

b) Einladung, einen Antrag zu stellen:
Wenn wir Sie auffordern, einen formalen Antrag auf Förderung zu stellen, gilt für die Förderanträge folgendes Verfahren: der Antrag soll per Post und per Mail an GRATIA gesendet werden, der Antrag sollte bis 15. Oktober eingetroffen sein. Eingehende Anträge werden zum Jahresende beschieden. In Absprache mit den Antragsstellerinnen behält GRATIA sich auch Projektbesuche vor.

Die Entscheidung über die Adressatinnen und den Umfang der Projektförderung trifft der Stiftungsvorstand auf Vorschlag der Stiftungsversammlung. Bei einer Bewilligung schließt GRATIA einen Vertrag mit der Organisation /Initiative, der die Höhe der Finanzierung, die Dauer der Laufzeit und die Verpflichtung zur Abgabe des Verwendungsnachweises enthält. Danach erfolgen die Auszahlung der Gelder und die Empfangsbestätigung der Antrags­stellerinnen. Verwendungsnachweise und Berichte sind spätestens einen Monat nach Beendigung des Projektzeitraums fällig. Zur Evaluation der Förderung erwartet GRATIA, dass die geförderte Organisation telefonische und schriftliche Evaluationsfragen beantwortet. Die Evaluation ist als beiderseitiger Lernprozess zu verstehen.

Der Antrag muss folgender Form entsprechen:
  1. Deckblatt
  2. Projektbeschreibung (max. 6 Seiten)
  3. Anlagen
Deckblatt:
  • Name der Organisation
  • Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • Web-Site
  • Kontaktperson
  • Titel des Vorhabens
  • Beantragte Summe; wird finanzielle Förderung auch von anderen Organisationen bezogen? Wenn ja, welche und in welcher Höhe
  • Projektzeitraum und –beginn
  • Als gemeinnützig anerkannt?
  • Datum der Antragstellung
Projektbeschreibung (maximal 6 Seiten):
  • Welches ist der Projektzweck?
  • Welche Ziele will Ihre Organisation/Initiative verwirklichen? Und wie will sie diese erreichen?
  • Was sind Ihre Hauptaktivitäten?
  • Welches ist die Zielgruppe?
  • Zeitplan des Projekts
  • Finanzierungsplan des Projekts
  • Kurze „Geschichte“ Ihrer Organisation/Initiative
  • Personal- und Organisationsstruktur: Zahl der haupt-, bzw. ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen? Wie laufen Entscheidungsprozesse?
  • In welcher Form dokumentieren Sie die erreichten Ziele?
  • Aktueller Finanzierungsplan der Organisation
  • Mit welchen Einrichtungen oder Gruppierungen kooperieren Sie?
Anlagen:
  • Kleine Auswahl an Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit
  • Bescheinigung der Gemeinnützigkeit
  • Aktueller Jahresbericht

Bitte verstehen Sie diese Vorgaben nicht als Checkliste, sondern als Rahmen, den wir brauchen, um Ihre Anliegen und Ziele zu konkretisieren und die Erwartungen zu klären. Das Projektkonzept sollte auch die weitergehende Perspektive und Entwicklungsmöglichkeiten enthalten. Wir wissen, dass nicht alle Organisationen/Initiativen alle Bedingungen erfüllen können. Wir alle haben Stärken und Schwächen.

Bitte beachten Sie:
Wir akzeptieren keine Anträge per fax oder e-mail. Für unverlangt eingereichtes Material wird keine Haftung übernommen.

4. Ausschlussgründe:

Auf eine Förderung besteht kein Rechtsanspruch.

Ausschlussgründe sind:

  • Es besteht kein Anspruch auf steuerliche Freistellung, bzw. der Gemeinnützigkeitsbescheid liegt nicht vor.
  • Es handelt sich um das Anliegen einer einzelnen Person.
  • Der Antrag entspricht nicht den Vorgaben bzw. der Form.
  • Der Antrag ist mit dem Stiftungszweck, der Satzung nicht vereinbar.
  • Der Antrag gilt der individuellen Grundsicherung oder der Existenzgründung.

Die Zuwendung kann aktuell und für die Vergangenheit zurückgenommen werden, wenn

  • die Zuwendung aufgrund falscher oder unvollständiger Angaben erwirkt wurde;
  • sich herausstellt, dass mit der Förderung der Antragszweck nicht zu erreichen ist.

5. Erfolgskontrolle und Kooperation mit den geförderten Projekten/Initiativen:

In der Öffentlichkeit macht GRATIA ihre Förderinnen und Stifterinnen auf die Projekte aufmerksam und stellt in Abstimmung mit den geförderten Organisationen/Initiativen Inhalte, Zielgruppen und Arbeitsweise dar. GRATIA wird Vertreterinnen der Projekte/Initiativen zu ihren Veranstaltungen einladen und ihrerseits auf die Zusammenarbeit hinweisen. Wir erwarten, dass Sie in den Materialien des geförderten Projektes auf die Förderung durch GRATIA mit dem Logo von GRATIA hinweisen. Einladungen zu Veranstaltungen und ggf. zu Projektbesuchen sind erwünscht, ebenso Hinweise auf die öffentlichen Aktivitäten, die in Zusammenhang mit dem Projekt stehen. GRATIA veröffentlicht ihre Aktivitäten jährlich im Geschäftsbericht und in ihrem Newsletter.

GRATIA – Die Stiftung der Evangelischen Frauenarbeit in Baden, März 2007

 
Evangelischer Frauenpilgerweg in Baden

Quelle: Evangelische Frauen in Baden

Die zweite Route ist fast fertig
Durch Madonnenländle und Liebliches Taubertal
www.frauengeschichte-baden.de/frauen-pilgerweg

100 für GRATIA
Quelle: Evangelische Frauen in Baden

GRATIA wünscht sich ...

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Geschichte der Evangelischen Frauen in Baden

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100 Jahre kirchliches Frauenengagement in Baden

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Quelle: Evangelische Frauen in Baden

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leicht&SINN

Quelle: Evangelische Frauen in Deutschland

Evangelisches Magazin für Frauen- und Gemeindearbeit

Hrsg.: Evangelisches Zentrum Frauen und Männer gGmbH, Fachbereich Evangelische Frauen in Deutschland